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Okzitanien

Okzitanien befindet sich geographisch gesehen zwischen den Alpen, den Pyräneen, dem Mittelmeer und dem französischem Teil des Atlantiks und ist durch eine gemeinsame Sprache vereint. Die 12 okzitanischen Täler Italiens erstrecken sich über drei Provinzen: Imperia, Cuneo und Turin. Die Sprache, die in all seinen Varianten in den oben genannten Regionen gesprochen wird vereint die Einwohner dieser Gegend miteinander.


bandiera occitania

Okzitanische Täler
Aus Wikipedia, der Onlineenzyklopädie.
Die okzitanischen Täler (in Okzitanisch: Valadas occitanas) des Piemonts sind eine Reihe von Tälern, die in der Provinz von Turin und Cuneo liegen und noch heute die Kultur und Sprache Okzitaniens pflegen. Sie sind ein Teil Okzitaniens.

Geographie
Die okzitanischen Täler des Piemonts erstrecken sich auf circa 4.500 km² und umfassen die östliche Seite der Alpen, die mit zahlreichen parallel verlaufenden Tälern durchzogen ist und nach Westen und Osten verlaufen. Auch wenn die direkte Verbindung zwischen den Tälern schwierig ist, ist es dennoch leicht die Poebene zu erreichen, die in dieser Region ihren Ursprung findet und die Grenze zu Okzitanien bildet. Die okzitanischen Täler haben jedoch durch die Jahrhunderte hinweg immer eine enge Verbindung zu Okzitanien gepflegt, also zum okzitanischen Gebiet in Frankreich. Diese Verbindung bestand dank des Berges Colle della Maddalena und Colle del Monginevro, die im westlichen Teil der Alpen liegen.

bandiera occitania Sprache
Das in den Tälern des Piemont gesprochene Okzitanisch ist den okzitanischen Dialekten der Alpen von Provenza sehr ähnlich. Aber okzitanisch wird nicht in allen Tälern des Piemonts geprochen. In den Tälern von Locana und Lanzo, sowie im Susaltal und dem unteren Susatal (mit Susa) wird franko-provenzalisch oder Arpitanisch (wie im Valle d'Aosta) gesprochen. Das Susaltal ist also somit viersprachig (Okzitanisch auf den Bergen, franko-provenzalisch in den Tälern, Italienisch als Amtssprache und Französisch bei einer Minderheit in Susa).

Grenzfälle
Auch wenn in vielen Tälern, die Zugehörigkeit zu der okzitanischen Sprachregion nicht zur Diskussion steht, ist es im Falle von den Gemeinden des Hochtals von Tanaro (die Täler Colla, Pesio, Ellero und Corsaglia, südwestlich von Cuneo) strittig, ob sie auch zu diesem Sprachraum gehören. Um auch vom Gesetz vom 15 Dezember 1999, Nr. 482 (Norm zum Schutze von historischen, linguistischen Minderheiten) zu profitieren, haben diese Gemeinden in jedem Fall ihre Zugehörigkeit zur okzitanischen Sprachregion bekundet. Größere Ratlosigkeit hingegen herrscht bei den Berggemeinden in der Nähe des Monte Saccarello (Gemeinde von Briga Alta und Ormea in der Provinz Cuneo und die Gemeinden Triora und Olivetta San Michele in der Provinz Imperia. Für diese Gruppen hat sich durch verschiedene Wanderungen eine eigene Sprache gebildet, die 'lingua brigasca'. Der Großteil der Linguisten ist sich einig, dass die Sprache, die in diesen Berggemeinden gesprochen wird eher zu den Dialekten der ligurischen Alpen gehört.